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Wärmepumpe und Heizkörper Erfahrungen – Praxislösungen für Bestandsgebäude

  • hubertushausotter
  • 19. Aug.
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 24. Aug.

Beitrag von Dr.-Ing. Hubertus Hausotter, Erneuerbar Wohnen 4M GmbH



In unserem neuen Blogbeitrag erfahren Sie, wie sich Wärmepumpe und Heizkörper in Bestandsgebäuden effizient kombinieren lassen – auch ohne Fußbodenheizung. Aus der Sicht eines erfahrenen Energieberaters geben wir wertvolle Tipps, worauf Sie als Eigentümer besonders achten sollten. Gerade bei Bestandsgebäuden stellt sich häufig die Frage, ob mit klassischen Heizkörpern der gewünschte Wohnkomfort und eine hohe Energieeffizienz erreichbar sind.


Unsere praktische Erfahrung zeigt: Selbst im Gebäudebestand ist die Kombination aus Wärmepumpe und Heizkörpern unter bestimmten Voraussetzungen gut realisierbar – wenn das System sorgfältig geplant und professionell abgestimmt wird.


Energieeffizienz-Experte Dr.-Ing. Hubertus Hausotter empfiehlt praxis- und gebäudebezogene Lösungen, mit denen eine Wärmepumpe auch ohne umfangreiche Umbaumaßnahmen effizient und nachhaltig betrieben werden kann.



Wärmepumpe und Heizkörper – passt das zusammen?


Wärmepumpen arbeiten besonders effizient mit niedrigen Vorlauftemperaturen von 30 bis 45 °C, während klassische Heizkörper oft für höhere Temperaturen ausgelegt sind. Deshalb wird oft angenommen, dass zwingend eine Fußbodenheizung nötig ist – das ist jedoch nicht immer der Fall.


Unsere Erfahrung zeigt: Wärmepumpe und Heizkörper lassen sich in vielen Bestandsgebäuden gut kombinieren, wenn die Heizlast niedrig ist oder die Heizkörper groß genug dimensioniert sind. Wichtig ist eine sorgfältige Planung, inklusive Heizlastberechnung und hydraulischem Abgleich.


Mit modernen Niedertemperatur-Heizkörpern oder gezielten Optimierungen kann die Effizienz deutlich verbessert werden. So wird die Kombination aus Heizkörper und Wärmepumpe zu einer praktischen und energieeffizienten Lösung – auch ohne Fußbodenheizung.



Moderne Wärmepumpe an der Hausfassade zur energieeffizienten Heizung und Kühlung


Niedertemperaturheizkörper – die moderne Alternative


Niedertemperatur-Heizkörper sind speziell für den effizienten Betrieb von Wärmepumpen konzipiert. Generell hat die Vorlauftemperatur einen wesentlichen Einfluss auf die Heizleitung eines Heizkörpers. Bei sinkender Vorlauftemperatur nimmt die Heizleistung aller Heizkörper ab – Niedertemperaturheizkörper kompensieren dies jedoch durch ihre Bauweise und können so auch bei niedrigen Vorlauftemperatur effizient arbeiten. Damit sind Niedertemperaturheizkörper eine Alternative, wenn eine Fußbodenheizung baulich oder wirtschaftlich nicht möglich ist.


Diese Heizkörper lassen sich oft mit überschaubarem Aufwand nachrüsten und eignen sich besonders für die Modernisierung im Bestand oder bei Teilsanierungen. Die Kombination von Niedertemperatur-Heizkörpern und Wärmepumpe ist so auch ohne Fußbodenheizung effizient umsetzbar.



Hydraulischer Abgleich – entscheidend für die Effizienz


Beim hydraulischen Abgleich wird die Heizungsanlage so eingestellt, dass jeder Heizkörper oder Heizkreis genau die benötigte Wassermenge erhält. Dadurch wird die Wärme gleichmäßig im Gebäude verteilt, Über- und Unterversorgung werden vermieden und die Anlage arbeitet effizienter.


Für die Förderfähigkeit nach dem Bundesförderprogramm BEG EM (Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen) ist der hydraulische Abgleich verpflichtend und muss nach Verfahren B durchgeführt und nachgewiesen werden.


Heizlastberechnung schafft Planungssicherheit


Eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ist die Grundlage für eine effiziente Kombination von Heizkörper und Wärmepumpe. Sie ermittelt für jeden Raum, wie viel Wärme benötigt wird – und ob die bestehenden Heizkörper auch bei niedrigen Vorlauftemperaturen ausreichen.


Gerade nach Sanierungsmaßnahmen wie neuer Dämmung oder modernen Fenstern sinkt die Heizlast oft deutlich. In vielen Fällen sind die vorhandenen Heizkörper dann bereits ausreichend dimensioniert oder müssen nur in geringem Umfang angepasst werden, um eine Wärmepumpe effizient zu betreiben.



GEG-Anforderungen und Fördervorteile


Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt den Einsatz erneuerbarer Energien in Heizsystemen vor. Für ein Bestandswohngebäude können mit einer Wärmepumpe die gesetzlichen Anforderungen an erneuerbare Energien erfüllt werden unter der Voraussetzung, dass das Heizsystem fachgerecht ausgelegt und hydraulisch abgeglichen ist sowie effizient betrieben wird.


Förderprogramme und Rahmenbedingungen ändern sich regelmäßig – aktuelle Informationen hierzu erhalten Sie sehr gerne individuell im Rahmen des Erstgesprächs oder unserer Beratung.



Wärmepumpe und Heizkörper: Erfahrungen aus der Praxis


Viele Eigentümer suchen gezielt nach Wärmepumpe und Heizkörper Erfahrungen, um einschätzen zu können, ob sich die Kombination auch im eigenen Haus lohnt Unsere Beratungspraxis zeigt, dass die Kombination aus Wärmepumpe und Heizkörper in vielen Bestandsgebäuden praktikabel ist. Wichtig ist, dass folgende Voraussetzungen erfüllt sind:


✅ Energetisch sanierte Gebäudehülle

✅ Heizflächen sind passend dimensioniert

✅ Hydraulischer Abgleich wurde durchgeführt

✅ Systemtemperatur ist optimal eingestellt


Oft berichten Eigentümer, dass sich der Wohnkomfort sogar verbessert: Die Räume werden gleichmäßiger beheizt, das System arbeitet leise und die Raumluft bleibt angenehm.


Die Kombination aus Wärmepumpe und Niedertemperaturheizkörper ist für viele Eigentümer eine besonders praxisnahe Lösung – vorausgesetzt, das System ist professionell aufeinander abgestimmt und die wichtigsten baulichen Faktoren werden berücksichtigt


der richtige Heizkörper in Kombination mit der Wärmepumpe

Fazit: Wärmepumpe mit Heizkörper – gut planbar und effizient


Die Kombination aus Wärmepumpe und Niedertemperaturheizkörpern ist heutzutage realisierbar und kein Widerspruch. Mit fachgerechter Planung, richtiger Auslegung und gegebenenfalls einzelnen Optimierungsmaßnahmen lässt sich auch im Altbau ein effizienter und klimafreundlicher Heizbetrieb erreichen – ganz ohne Fußbodenheizung.


Unser Tipp: Wer über den Einbau einer Wärmepumpe nachdenkt, sollte zuerst prüfen lassen, welche Heizleistung die vorhandenen Heizkörper bieten. Oft ist kein umfassender Austausch nötig – eine individuelle Analyse zeigt, wie Ihre Bestandsanlage optimal genutzt werden kann.



FAQs – Wärmepumpe und Heizkörper


Kann ich meine alten Heizkörper weiter verwenden? Ja, oft ist das möglich – vorausgesetzt, die Heizleistung der Heizkörper ist ausreichend und die Heizlast des Gebäudes ist nicht zu hoch. Häufig genügt auf Basis einer Heizlastberechnung ein gezielter Austausch einzelner Heizkörper mit einem anschließenden hydraulischen Abgleich.


Welche Heizkörpertypen eignen sich für die Kombination mit einer Wärmepumpe? Besonders geeignet sind großflächige Plattenheizkörper sowie spezielle Niedertemperatur-Heizkörper mit hoher Wärmeleistung.

Brauche ich für die Wärmepumpe zwingend eine Fußbodenheizung? Nein, die Kombination von Wärmepumpe und Heizkörpern ist in vielen Fällen effizient möglich. Eine Fußbodenheizung ist kein Muss – entscheidend sind die richtige Auslegung und die Systemtemperaturen.


Wie kann ich prüfen, ob meine Heizkörper für den Betrieb mit einer Wärmepumpe ausreichen? Eine professionelle Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 zeigt, ob die vorhandenen Heizkörper die notwendige Leistung bei niedrigen Vorlauftemperaturen erbringen.


Lohnt sich eine Wärmepumpe auch bei Bestandsgebäuden? Ja, insbesondere wenn das Gebäude bereits teilweise energetisch modernisiert wurde. Mit der passenden Planung und Technik ist der effiziente Betrieb auch im Altbau möglich.



Vorstellung der Erneuerbar Wohnen 4M GmbH

Dr.-Ing. Hubertus Hausotter, Ihr Energieeffizienz-Experte

Die Erneuerbar Wohnen 4M GmbH unterstützt Sie persönlich und professionell bei jedem Schritt zur Verbesserung der Energieeffizienz Ihres Wohngebäudes – von der ersten Beratung bis zur erfolgreichen Umsetzung. Dr.-Ing. Hubertus Hausotter, Gründer und Geschäftsführer der Firma, ist zugelassener Energieeffizienz-Experte bei der Deutschen Energie-Agentur (dena). Lassen Sie uns gemeinsam die passende Lösung für die energetische Optimierung Ihres Wohnhauses finden und die Energiezukunft nachhaltig gestalten.



Gerne für Sie da


Als Ihr Energieeffizienz-Experte unterstütze ich Sie dabei, die energetische Qualität Ihres Gebäudes zu analysieren und gezielt zu verbessern. Durch eine fachgerechte Begutachtung werden energetische Schwachstellen identifiziert. Auf Basis dieser Analyse empfehlen wir konkrete Schritte zur Optimierung der Energieeffizienz und begleiten Sie durch alle relevanten Phasen – auch bei der Beantragung möglicher Fördermittel.


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